Dieser Artikel ist für dich, wenn …
✓ du wahrnimmst, dass die Kinder in deiner Klasse in ihren Fähigkeiten
weit auseinanderliegen
✓ du jedes Kind fordern, aber nicht über- oder unterfordern möchtest
✓ du eine Öffnung deines Unterrichts anstrebst, ohne den Überblick zu
verlieren
✓ du ein System suchst, das die Kinder zur Selbstständigkeit anleitet
✓ der Unterricht allen Kindern Freude machen soll.
Ja? Perfekt - dann mach dich gern mit mir auf den Weg! ☺️
Puh – das Thema ist heikel, ich weiß. Auf der einen Seite erleben wir Lehrkräfte die (vermeintlich?) immer größer werdenden Unterschiede in den Voraussetzungen und Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. Auf der anderen Seite steht die Sorge vor zu viel Öffnung: Wie bekomme ich am Ende alle wieder zusammen? Und wie sollen gemeinsame Proben funktionieren, wie sie an Regelschulen üblich sind?
Auch ich stand vor diesen Fragen und hatte große Bedenken. Wie kann ich den unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht werden? Haben gemeinsame Phasen überhaupt noch Sinn, wenn einige Kinder gelangweilt und andere überfordert sind? Wie behalte ich den Überblick? Und geht das alles nur mit einer regelrechten Materialschlacht?
Diese Gedanken begleiteten mich lange. Zunächst begegnete ich der Heterogenität mit klassischen Differenzierungsangeboten: ein paar Raketenaufgaben und Knobeleien für die Schnellen, zusätzliche Erklärungen oder weniger Aufgaben für die Schwächeren – manchmal sogar komplett andere Arbeitsblätter. Das funktionierte grundsätzlich, aber zufrieden war ich damit nicht. In jeder Mathematikstunde spürte ich einen unterschwelligen Stress. Trotz sorgfältiger Planung wurden die Kinder zu ganz unterschiedlichen Zeiten fertig. Einige brauchten noch deutlich Zeit, während schon der erste „Ich bin fertig!“ rief. Natürlich hatte ich dann Zusatzaufgaben, aber rund fühlte sich das alles nicht an.
Dann stieß ich auf das Prinzip der Lernleitern. In der Sonderpädagogik sind sie längst bewährt – verständlich, denn dort sitzen oft Kinder mit völlig unterschiedlichen Förderschwerpunkten in einer Klasse. Aber auch an Regelschulen treffen Kinder mit stabilen Grundlagen auf solche, denen wichtige Basiskonzepte fehlen. Also begann ich, mich intensiver mit Lernleitern zu beschäftigen, las mich ein, besuchte eine Fortbildung – und machte mich schließlich auf die Suche nach MEINEM Weg.
Und genau den möchte ich mit dir teilen.


